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VideoTipp: The Deep von PES

Nach langer Zeit passiert hier endlich wieder was…

Dieses Mal gibt es einen wunderschönen Stop-Trick-Film zu sehen.  Eine Handlung gibt es nicht, dafür aber ein schöne Idee, die sehr kreativ umgesetzt wurde.

Viel Spass:

Weitere Info:

VideoTipp: Little Big Berlin von pilpop

Im Mai hatte ich ja bereits ein Tilt-Shift-Technik Video (Bathtube IV) von Keith Loutit vorgestellt. Wenn man ein wenig im Netz sucht findet man eine Menge weitere -mal gut mal schlecht gemachte-Videos in der gleichen Art.

Eines der gut Gemachten ist meiner Meinung nach Little Big Berlin von pilpop.

Auch wenn es technisch nicht an Bathtube IV von Keith Loutit herankommt besticht es doch durch seine Erzählweise.  Der Film ist gut geschnitten und lustig vertont, also auf alle Fälle mit Ton genießen!

Viel Spaß beim schauen:

Mehr Info:
pilopos Vimeo Kanal

VideoTipp: Bathtube IV von Keith Loutit

“Smallgantics” ist der englische Fachbegriff um mittels einer bestimmten Fototechnik reale Szenen wie Miniaturbilder erscheinen zu lassen. Keith Loutit war einer der ersten der die sogenannte Tilt-Shift-Technik (die Möglichkeit ein Objektiv im Verhätniss zur Kamer zu bewegen) und die Time-Lapse-Technik (die Einzelbilder eines Filmes werden langsamer aufgenommen als sie später wiedergeben werden => Zeitraffereffekt) kombinierte und damit einen beeindruckenden Effekt der Miniaturisierung erzeugte. Alle Videos von Keith Loutit wurden in der realen Welt aufgenommen und wirken erst durch diese beiden Techniken wie ein Stop-Motion-Film.

Bathtube IV ist der vierte Film einer Serie über Sydney, die zum Ziel hat “die Wahrnehmung von Größenverhältnissen der Menschen herauszufordern und ihnen zu helfen Szenen und Orte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten”. Bathtube IV ist der erste Film in den Keith Loutit ebenfalls eine Handlung eingebaut hat.

Leider kann ich das Video hier nicht in bester Qualität zeigen. Es lohnt sich also in Keith Loutits Vimeo Kanal zu schauen, in dem man auch viele andere gute Video finden kann.

Mehr Info
Homepage – http://keithloutit.com/
Keith Loutits Vimeo Kanal

    VideoTipp: Alma

    “Alma” ist ein Filmtipp für Leute die es verkraften, wenn ein Film mit einem süßen kleinen Mädchen kein Happy-End hat…

    Rodrigo Blass Regiedebut und Drehbuchdebut  ist eine qualitativ sehr hochwertiger Film der eine interessante und besondere Geschichte erzählt. Im Gegensatz zu vielen anderen Kurzfilmen verzichtet Blaas allerdings auf eine Auflösung und ein Happy-End (im doppelten Wortsinn) seines Filmes. Beruflich ist Rodrigo Blaas ein Mitarbeiter der bekannten Animationsschmiede PIXAR und hat an vielen bekannten Filmen (Wall-E, Rattaouile, Findet Nemo uvm.) mitgearbeitet. Für sein erstes eigenes Filmprojekt war Blaas in der Lage viel Bekannten Künstler zu verpflichten. Unter anderen haben Bolhem Bouchiba (mehr hier) und Carlos Grangel (u.a. Zeichner der Fix und Foxi Comics mehr hier und hier) an der visuellen Konzeption mitgewirkt.

    Viel Spaß mit diesem etwas düsteren Film:

    Mehr Informationen:
    Homepage des Films

    VideoTipp: The Passenger von Chris Jones

    Ein neuer Filmtipp, auch wenn der Film an sich nicht mehr ganz frisch ist, hoffe ich trotzdem dass viele von Euch diesen noch nicht kennen.

    Dieses Mal geht es um eine “Ein-Mann”-Produktion. Chris Jones ist verantwortlich für die Story, das Design und die gesamte Animation. Bedenkt man wie viele Personen an den anderen Filmen hier in diesem Blog beteiligt waren, ist das alleine schon bemerkenswert!
    Allerdings kostet dieses Einzelkämpferdasein auch seinen Preis. Nach eigenen Angaben hat Chris über 6 Jahre an diesem Projekt gearbeitet! Ein Zeit, die sich aber gelohnt hat! Der Film hat den Preis “Best Animation” bei den Los Angeles International Short Film Festivals 2006 gewonnen und ist seitdem auf mehreren anderen Festivals gezeigt worden.

    Obwohl optisch schön gemacht, reicht dieser Film sicherlich qualitativ nicht ganz an Kurzfilme bekannter Animationsstudios heran. Man sollte aber nicht vergessen, dass hier alles von einer Person kommt! Die Idee ist außergewöhnlich, ein wenig skurill und der Film hat ein nettes Ende. Insgesamt also alles was eine guter Animationskurzfilm haben sollte!

    Mittlerweile hat Chris Jones den Film in Eigenregie auf DVD veröffentlicht, aber zum Glück auch eine -wenn auch qualitativ schlechte- Version auf YouTube eingestellt. Danke Chris! und viel Spaß beim schauen:

    Mehr Info:
    Homepage des Films
    Blog des Autors

    VideoTipp: The Birthday-Party

    Der heutige Videotipp ist etwas speziell und sicherlich nicht für alle geeignet. Also erst lesen und dann schauen, ob man das schauen möchte…

    Folgende Situation: Drei Arbeitskollegen (vielleicht aus der Versicherungsbranche?)  sind auf dem Weg zur offiziellen Geburtstagsparty ihres Chefs und auf dem Weg dorthin geht so ziemlich alles schief und die drei stolpern von einer Katastrophe in die andere. Die verschiedenen Videofolgen sind als “interaktives Video” aufgebaut, so dass man am Ende jeder Episode vor die Wahl gestellt wird, was als nächstes passieren soll… Es gibt zwar immer nur eine richtige Wahl, aber auch die Sackgassen sind lustig anzusehen…

    Mir hat dieses Videoprojekt deswegen Spaß gemacht, da die Stimmung sehr schnell wechselt und viele verschiedene Genres aufgegriffen werden. Bezüglich der Regie und Kameraführung sind die Episoden extrem professionell gemacht, insgesamt  ist es aber (absichtlich) sehr absurd und ein ernsthafte Handlung wird man nicht finden. Des weiteren ist alles auf Englisch und die Sprache spielt hier eine wichtige Rolle, ganz ohne Englischkenntnisse wird es also nicht gehen… zu guter letzter sollte man ein wenig Zeit mitbringen: eine gute halbe Stunde kostet es schon sich durch diese Geschichte durchzuklicken…

    Auf der Homepage der drei Hauptdarsteller Chad, Matt  und Rob gibt es weitere Filmprojekte der drei. Wer dieses hier mag, wird dort auch fündig! Viel Spaß aber erstmal mit der “Birthday-Party”:


    Mehr Info:
    Homepage von “Chad, Matt and Rob”

    http://www.chadmattandrob.com/

    VideoTipp: Get Out!

    Nach der Enttäuschung über die Academy Entscheidung hier ein Film, der meine Meinung nach alle Oskar-Anwärter geschlagen hätte! Warum er nicht in die Auswahl aufgenommen wurde, ist mir ein Rätsel… Im Web immer noch relativ unbekannt, hat er schon auf diversen Festivals Preise abgeräumt.

    Die Köpfe hinter diesem Film sind Charlotte Boisson, Julien Fourvel, Pascal Han-Kwan, Tristan Reinarz und Fanny Roche allesamt Studenten an der Ecole Supérieure des Métiers Artistiques (EMSA) einer bekannten französischen Schule, die einen starken Schwerpunkt auf Animation legt.

    Zum Inhalt dieses Films will ich nicht zu viel verraten. Meiner Meinung nach vereint er alles was ein guter animierte Kurzfilm haben sollte: Eine gute Story, fantastisch animierte Szenen und ein großartiges Ende… Ich habe diesen Film beim zweiten Mal schauen mindestens genauso genossen wie beim ersten, da mit dem Wissen um das Enden viele Details eine neue Bedeutung bekommen… Also viel Spass!

    Mehr Info:
    Homepage des Films
    Homepage der EMSA

    Oscar 2010: Wallace And Gromit - A Matter Of Loaf And Death

    Nun was soll man zu “Wallace And Gromit” noch großartig sagen… Ich habe diesen Kurzfilm schon vor der Nominierung auf BBC gesehen und er ist typisch Wallace und Gromit: Lustige Tüfteleien, ein intelligenter Gromit (der Hund) und ein tapsiger Wallace, der -wie auch schon in “W&G: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“- auf etwas unsicheren Freiers Füßen unterwegs ist. Das ist evtl. auch schon das Hauptproblem diese Films; die beiden Charaktere sind gut eingeführt und Wallace als Liebhaber taugt kaum. Die Handlung bleibt deswegen auch leider etwas flach, was aber durch die geniale “Knetfigur”-Animation wieder wettgemacht wird.

    Mit 29 Minuten ist der Film nicht gerade ein klassischer “Kurzfilm”, allerdings noch deutlich unter der Höchstgrenze von 40 Minute für Kurzfilme bei den Oscars. Persönlich finde ich kurze Kurzfilme besser, da es ja gerade den Reiz dieses Formates ausmacht, in begrenzter Zeit eine Geschichte zu erzählen. Aber nominiert ist nominiert und sehenswert ist er allemal:



    Weiter Informationen:
    Homepage von Wallace und Gromit allgemein
    Homepage des Films

    Oscar 2010: French Roast

    The “French Roast” ist ein Film von Fabrice O. Joubert, der völlig ohne Sprache und Dialog über das “Schein und Sein” philosphiert. Besonders gelungen ist das Design der Charaktere die maßgeblich nach gezeichneten Entwürfen von Nicolas Marlet entstanden, der auch die Figuren viele bekannter Hollywoodproduktion entworfen hat (Over the Hedge, Kung Fu Panda etc… Ein paar schöne Grafiken findet ihr hier) . Insbesondere der Bettler ist ihm sehr gelungen.

    Die besondere Kameraführung mit der Beschränkung auf nur eine Bewegungsachse gibt dem Film das Flair eines Theaterstückes, was auch ausdrücklich vom Autor gewünscht ist.

    Insgesamt lebt der Film mehr vom dem Flair der 60er und der sorgfältigen Animation der Figuren als von der eigentlichen Geschichte, die recht einfach und voraussehbar ist. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungener und künstlerisch schöner Kurzfilm:

    Weitere Informationen:
    Homepage des Films
    Blog mit einen der zeichnerischen Entwürfe von  Nicolas Marlet

    Oscar 2010: Logorama

    Logorama versucht die “Übervermarktung” unserer Welt darzustellen, in dem ein Welt erschaffen wird, die ausschließlich aus real existierenden Marken besteht. Der Film wurde von dem französischen Studio H5 produziert, welches normalerweise Grafiken im Bereich Musik und Luxusartikel erstellt. So besehen, sehen wir hier vielleicht auch eine kleine Selbstkritik.
    Die Angaben über den Autor sind im Netzt etwas widersprüchlich. Während die Oscar-Seite Nicolas Schmerkin angibt, waren laut H5 François Alaux, Hervé de Crécy und Ludovic Houplain maßgeblich beteiligt. Der Film selbst verrät nicht von wem er gemacht wurde (Evtl. sehen wir aber auch ein gekürzte Version im Netz?) Neben der Nominierung zum Oscar gewann der Film diverse Auszeichnungen, die Ihr alle hier nachschauen könnt…

    Meiner Meinung nach liegt dem Film eine sehr gute Idee zu Grunde, allerdings fehlt mir als Europäer der Wiederekennungswert vieler Marken, die wohl hauptsächlich auf dem amerikanischen Markt bekannt sind… und ganz ehrlich die Handlung erscheint mir auch sehr amerikanisch… aber bildet Euch selbst eine Meinung:


    Weitere Informationen:
    Homepage des Films
    Homepage von H5